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ÖBB-Kampagne „Heiße Fracht” nicht sexistisch

01.05.1999

Die Plakat und Anzeigenkampagne der ÖBB ‘Heiße Fracht’ war Gegenstand zahlreicher Beschwerden mit dem Tenor Sexismus und Frauendiskriminierung, die beim Österreichischem Werberat eingelangt sind.

Insgesamt haben 19 Institutionen bzw. Personen den Österreichischen Werberat in dieser Sache angerufen. Darüber hinaus haben sich auch verschiedene Politiker kritisch zur ÖBB-Kampagne geäußert.

Der Werberat hat sich mit diesem Fall intensiv befaßt. Er gelangte mit großer Mehrheit zu der Auffassung, daß die ÖBB-Kampagne und insbesondere das Plakat ‘Heiße Fracht’ keine sexistische oder frauenfeindliche Werbung darstellt und es daher keinen Grund für weitere Aktivitäten gibt.

Das Plakat reißt in werbewirksamer Form das Thema Verlagerung von Straße auf Schiene an.

Auch eine Gallup Umfrage bestätigt, daß hier weder von Frauenfeindlichkeit noch von Sexismus gesprochen werden kann.

Die überwiegende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung zwischen 16 und 50 Jahren, 43% Männer und 57% Frauen, bestätigen laut Gallup, daß sich die ÖBB Werbung im Rahmen des gesellschaftlichen Konsenses bewegt und dem Komunikationsverständnis unserer Gesellschaft entspricht. 81% der Befragten äußerten sich positiv über das zur Diskussion stehende Plakat, 10% der Befragten fehlt der Zusammenhang mit der ÖBB, 7% der Befragten fanden das Plakat sexistisch. Gefälligkeit des Plakates liegt - nach dem Schulnotensystem gemessen - mit der Durchschnittsnote 2,29 über dem Durchschnitt der österreichischen Plakate, 27% der Befragten bewerteten das ÖBB Plakat mit Sehr gut, 37% mit Gut und nur 3% mit ‘Gefällt gar nicht’.

Aufgrund dieser Faktenlage müßte der Österreichische Werberat die insgesamt 19 Beschwerden als unbegründet zurückweisen. Besonders hervorzuheben ist die Kooperationsbereitschaft der ÖBB und der Werbeagentur Oglilvy & Mather. Es ist anerkennenswert, daß sich die ÖBB sofort bereit erklärt hat, im Falle einer negativen Entscheidung des Österreichischen Werberates die Kampagne unverzüglich zu stoppen.

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