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Tabakwerbung: Verbot nützt nichts

01.04.1999

Das gesundheitspolitisch motivierte und von Idealisten aus diesem Grunde propagierte Verbot der Tabakwerbung innerhalb der EU zielt ins Leere.

Mit Verboten kann man keine Konsumgewohnheiten und Lebensweisen verändern. Dies wird durch die Tatsache bewiesen, daß in den Ländern mit Tabakwerbeverboten ein höherer Zigarettenkonsum konstatierbar ist, als in den übrigen Staaten.

Tabakwerbung dient der Markenlenkung, aber nicht der Markterweiterung. Das
Tabakwerbeverbot dient, so wie die Werbeverbote generell, den wirtschaftlichen Interessen von Monopolen bzw. Oligopolen.

Mit jedem Werbeverbot werden neue Grenzen aufgebaut, da ein Werbeverbot dazu führt, daß in den Märkten ohne Werbemöglichkeit keine Chancen bestehen, Marktanteile durch Wettbewerb zu verändern oder gar neue Produkte auf den Markt zu bringen. Damit wird aber auch die freie Marktwirtschaft ihrer Grundrechte beraubt. Werbeverbote führen daher zur Versteinerung der Marktstrukturen, schränken die Wahlmöglichkeiten der Konsumenten ein und nützen in erster Linie der etablierten und im Markt bereits verankerten Industrie. Das Werbeverbot für Alkohol und Tabak in Frankreich wurde ausschließlich zum Schutze der nationalen, einschlägigen französischen Industrie erlassen. Ähnliches gilt für das seit vielen Jahren bestehende Tabakwerbeverbot in Italien, jenem europäischen Land mit dem höchsten Zigarettenkonsum. Werbefreiheit ist ein demokratisches Grundrecht und die Grundlage der freien Marktwirtschaft. Die europäische Bevölkerung lebt in vielerlei Hinsicht ungesund. Dies betrifft nicht nur den Tabakkonsum, sondern auch die Ernährungsweise etc. etc. Diesem Verhalten kann man jedoch nur mit entsprechenden positiven Motivations-bemühungen, aktiven Life-Style Gestaltungsvorschlägen und einer gesellschaftlich akzeptierten Lebensberatung entgegen wirken und nicht durch Verbote, die uns langfristig gesehen auch noch wirtschaftliche Probleme und damit soziale Konflikte einbringen.

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