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Volksgarten-Plakat Aufforderung zum sofortigen Stopp

01.09.2011

Wien, 30. August 2011 – Geschlechterdiskriminierende Werbung lautete die Entscheidung des Österreichischen Werberates im Falle des Plakates zur Veranstaltung „get whipped“ des Wiener Clubs Volksgarten. Dies ist bereits die fünfte Aufforderung zum sofortigen Stopp einer Werbemaßnahme im Jahr 2011.

Konkret ist auf dem Plakat der Veranstaltung die Rückenansicht einer Frau zu sehen, die nur in einem String Tanga bekleidet ist und deren Pobacken mit roten Striemen versehen sind, in ihrer Hand hält sie eine Reitgerte und darüber ist der Schriftzug „get whipped“ zu lesen. Frei aus dem Englischen könnte man es als eine Aufforderung sich auspeitschen zu lassen übersetzen.
Vor allem die Kombination der Reitgerte mit dem Schriftzug „get whipped“ stufte das Entscheidungsgremium als bedenklich ein, da es dahingehend verstanden werden kann, dass Unterwerfung, Ausbeutung, Gewalt oder Dominanzgebaren tolerierbar seien und die Dame sich als reines Sexualobjekt erniedrigen ließe.

Das eigentliche Thema des Sujets, nämlich die Bewerbung einer Veranstaltung, entbehrt jeder Grundlage für die Darstellung wenig bekleideter Teile des weiblichen Körpers, was nach Ansicht der Werberäte eine weitere Verletzung des Selbstbeschränkungskodex darstellt.
„Das Sujet selbst verstößt gleich mehrfach gegen den Kodex - insbesondere gegen die Allgemeinen Werbegrundsätze Kapitel 1.3. 'Gewalt', Punkt 1 (Ästhetisierung von Gewalt) und natürlich gegen praktisch den gesamten Passus zur sexistischen Werbung im Kapitel 'Spezielle Verhaltensregeln – Menschen',“ fasst Andrea Stoidl, GF des ÖWR, die Entscheidung der Werberäte zusammen.

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