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Unethisches Uniqa Print-Werbesujet

24.04.2020


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme (Printanzeige) der Uniqa Insurance Group keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Das beanstandete Sujet zeigt eine Dame zusammen mit folgendem Text „Denk selbst versichert ist die Frau. Frauen bekommen im Schnitt um 34% weniger Pension. Jetzt vorsorgen!“ Der Vorhalt, dass es sich hierbei um diskriminierende Werbung gegenüber Frauen handelt, kann von der Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen nicht nachvollzogen werden. Vielmehr geben die Werberäte und Werberätinnen zu bedenken, dass es sich hierbei lediglich um einen Hinweis auf die geschlechterspezifische Lohn- und Pensionsungleichheit handelt. Der Großteil des Werberat-Gremiums betrachtet die Werbemaßnahme deshalb als unproblematisch und spricht sich für keinen Grund zum Einschreiten aus.


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Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe mich auf das Print-Werbesujet der Uniqa Versicherung (siehe Bild). In diesem wird der Fakt, dass Frauen im Schnitt 34% weniger Pension erhalten, kommerzialisiert. Das empfinde ich als höchst unethisch, da es ein gravierendes gesellschaftliches Problem zu kommerziellen Zwecken benutzt. Denn es suggeriert, dass nicht die Situation der Benachteiligung an sich verändert werden soll, sondern die weibliche Hälfte der Bevölkerung (also rund 50%!) ihre Pension nur durch eine kostenpflichtige Versicherung auf das gleiche Niveau der Männer bringen kann („Denk selbst versichert ist die Frau“). Vielen Dank für Ihre Arbeit und mit freundlichen Grüßen


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