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Warentrenner mit zusammenhangsloser, sexistischer Abbildung

24.10.2020


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Die abgebildete oberkörperfreie Frau steht in keinem Zusammenhang zur beworbenen Leistung (Werbung eines Installateurs).


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle des beanstandeten Werbeplakats der 1A-Installateure keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Die Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen erkannten bei dem beanstandeten Plakat keinen Verstoß gegen 2.1. „Geschlechterdiskriminierende Werbung“.
Eine Meerjungfrau als Symbolfigur in Sachen Wasser zu verwenden wird seitens der Werberäte als nicht sexistisch im Sinne des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft eingestuft. Auch die Art und Weise der Darstellung, es ist weder eine nackte Brust zu sehen noch eine sexistische Anspielung in textlicher Hinsicht verwendet worden, wird als nicht abwertend verstanden. Darüber hinaus wird der Zusammenhang zwischen dem dargestellten Wesen und den damit einhergehenden Assoziationen wie Wasser, Meer, Wohlbefinden, und Teilen des Produktangebotes (Bäder, Wohlfühloasen) erkannt.

Hinweis: Eine nicht unerhebliche Anzahl von Werberäten und Werberätinnen sprach sich im Falle der Plakate der 1A-Installateure für eine Sensibilisierung – Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen – aus.

Die Geschäftsstelle der ÖWR rät daher das Sujet zu überdenken und künftig vor allem im Hinblick auf den Ethik-Kodex 2.1. „Geschlechterdiskriminierende Werbung“ und hier genauer 1.1. „d) die Person in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt wird, insbesondere dürfen keine bildlichen Darstellungen von nackten weiblichen oder männlichen Körpern ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden.“ sensibler zu gestalten.


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