Drucken

Mohrenbräu

30.06.2020


Bild

Der Österreichische Werberat ist mit dem Unternehmen Mohrenbrauerei in Kontakt getreten. Das Unternehmen sicherte zu, die Situation aufgrund der aktuellen Rassismus-Debatte neu zu bewerten und den Marktauftritt weiterzuentwickeln. Dem ÖWR wurde diesbezüglich folgender offener Brief übermittelt:

Liebe Freundinnen und Freunde, Kundinnen und Kunden, liebe Kritikerinnen und Kritiker unseres Markenauftritts,
in den vergangenen Tagen ist die Debatte um unseren Markenauftritt mit großer Heftigkeit neu ausgebrochen. Die Art der Diskussion hat uns und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr betroffen gemacht. Sowohl von manchen Kritikern unseres Logos als auch von einigen Befürwortern sind Äußerungen getätigt worden, die unseren Werten zutiefst widersprechen. Weder lassen wir uns Rassismus unterstellen, noch lassen wir uns von Menschen mit ausländerfeindlicher Haltung vereinnahmen. Wir stehen für Toleranz. Wir brauen unser Bier für Menschen aller Kulturen, die in Vorarlberg leben. Wenn sich Menschen auf ein Bier zusammensetzen, entsteht Verständnis füreinander und Respekt. Das gesellige Miteinander verbindet. Das war in der Diskussion der vergangenen Tage nicht der Fall. Wir haben uns deshalb entschieden, die Situation neu zu bewerten. Gemeinsam mit unabhängigen Expertinnen und Experten aus ganz verschiedenen Bereichen werden wir in den nächsten Monaten in Ruhe prüfen, ob und wie wir unseren Markenauftritt im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterentwickeln. Das Ergebnis dieses Prozesses ist offen. Als älteste Brauerei Vorarlbergs sind wir stolz auf unsere fast 200-jährige Geschichte. Tradition und Innovation sind die Basis unserer Unternehmenskultur. Aus diesem Bewusstsein heraus gestalten wir diesen Prozess, der uns in eine gute Zukunft führen wird. Wir handeln aus Verantwortung für das Unternehmen, unsere 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien, für unsere Lieferanten und Kunden. Wenn sich die Menschen bei einem Mohren zusammensetzen, sollen Geselligkeit, Freude und Verständnis füreinander entstehen. Dann haben wir als Bierbrauer unser Ziel erreicht. Wir sind Mohren. Wir bleiben uns und unseren Werten treu, versprochen!
Familie Huber und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mohrenbrauerei 


Bild

Das Mohrenbräu hat seit seinem Gründungsjahr ein Logo mit einem schwarzen Kopf, der mit den Lippen und den lockingen Haaren ganz offensichtlich dem Strereotyp eines schwarzen Mannes entsprechen soll. Zusammen mit dem Namen "Mohrenbräu", welcher auf den Familiennamen zurückzuführen ist, erachte ich dieses Logo als schlichtweg unangebracht und rassistisch. Trotz mehrerer Vorwürfe wollen sie das Logo und den Namen beibehalten. Ein älterer Fall von Cremissimo und dem "I will mohr" Eis wurde ebenso von ihnen überprüft. Ich bitte Sie deshalb, sich einzuschalten.


Bild

Sehr geehrte Damen und Herren, Das "traditionelle" Vorarlberger Bier "Mohren" bzw. "Mohrenbräu" wirbt auf unzähligen Medien und Kanälen mit einer diskriminierenden, rassistischen Aufmachung ihrer Biermarke. Die Herkunft der Bildmarke (Logo), welche auf den Familiennamen und das Familienwappen der Gründungsfamilie zurückzuführen ist, ist jedoch alles andere als zeitgemäß und das Unternehmen sieht auch in Zeiten von "Black Lives Matters" keinen Handlungsbedarf, ihr Logo zu verändern. Ich bin der Meinung, dass dies intolerant und respektlos gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe ist und im Jahre 2020 der fortschrittlichen Zeit angeglichen werden muss. Da sich das Unternehmen weigert, Änderungen vorzunehmen, erhoffe ich mir von Ihnen eine Unterstützung hinsichtlich der rassistischen Argumentation und Aufklärung! Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen!


Bild

Sehr geehrte Damen und Herren, Das "traditionelle" Vorarlberger Bier "Mohren" bzw. "Mohrenbräu" wirbt auf unzähligen Medien und Kanälen mit einer diskriminierenden, rassistischen Aufmachung ihrer Biermarke. Die Herkunft der Bildmarke (Logo), welche auf den Familiennamen und das Familienwappen der Gründungsfamilie zurückzuführen ist, ist jedoch alles andere als zeitgemäß und das Unternehmen sieht auch in Zeiten von "Black Lives Matters" keinen Handlungsbedarf, ihr Logo zu verändern. Ich bin der Meinung, dass dies intolerant und respektlos gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe ist und im Jahre 2020 der fortschrittlichen Zeit angeglichen werden muss. Da sich das Unternehmen weigert, Änderungen vorzunehmen, erhoffe ich mir von Ihnen eine Unterstützung hinsichtlich der rassistischen Argumentation und Aufklärung! Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen!


Bild

Sehr geehrte Damen und Herren, Das "traditionelle" Vorarlberger Bier "Mohren" bzw. "Mohrenbräu" wirbt auf unzähligen Medien und Kanälen mit einer diskriminierenden, rassistischen Aufmachung ihrer Biermarke. Die Herkunft der Bildmarke (Logo), welche auf den Familiennamen und das Familienwappen der Gründungsfamilie zurückzuführen ist, ist jedoch alles andere als zeitgemäß und das Unternehmen sieht auch in Zeiten von "Black Lives Matters" keinen Handlungsbedarf, ihr Logo zu verändern. Ich bin der Meinung, dass dies intolerant und respektlos gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe ist und im Jahre 2020 der fortschrittlichen Zeit angeglichen werden muss. Da sich das Unternehmen weigert, Änderungen vorzunehmen, erhoffe ich mir von Ihnen eine Unterstützung hinsichtlich der rassistischen Argumentation und Aufklärung! Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen!


Bild

Sehr geehrte Damen und Herren, Das "traditionelle" Vorarlberger Bier "Mohren" bzw. "Mohrenbräu" wirbt auf unzähligen Medien und Kanälen mit einer diskriminierenden, rassistischen Aufmachung ihrer Biermarke. Die Herkunft der Bildmarke (Logo), welche auf den Familiennamen und das Familienwappen der Gründungsfamilie zurückzuführen ist, ist jedoch alles andere als zeitgemäß und das Unternehmen sieht auch in Zeiten von "Black Lives Matters" keinen Handlungsbedarf, ihr Logo zu verändern. Ich bin der Meinung, dass dies intolerant und respektlos gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe ist und im Jahre 2020 der fortschrittlichen Zeit angeglichen werden muss. Da sich das Unternehmen weigert, Änderungen vorzunehmen, erhoffe ich mir von Ihnen eine Unterstützung hinsichtlich der rassistischen Argumentation und Aufklärung! Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen!


Bild

Es geht bei dieser Beschwerde nicht konkret um eine Werbung, sondern um jede Werbung die das Unternehmen macht, da das Logo dort überall zu finden ist. Auf der Webseite gingen bereits Beschwerden zur Mohrenbrauerei ein, eine im August 2019 und eine im Mai 2019. Bei beiden haben Sie die Entscheidung verkündet, nicht einzuschreiten. Der Grund dafür war, dass es sich um das Familienwappen von Josef Mohr handelt, der die Brauerei im 18. Jahrhundert gründete, und somit kein rassistischer Hintergrund vorliegt. Das Logo wurde sicher nicht in einer rassistischen Absicht entworfen. Dennoch ist es in der heutigen Zeit nicht angemessen ein Logo, welches kolonialistische Züge aufweist, zu verwenden. Die klischeehafte schwarze Abbildung mit den dicken Lippen, der großen Nase und den krausen Haaren steht für sehr viel Leid und wird von vielen Personen als rassistisch wahrgenommen. Im Dokument „Dos und Dont’s in der Werbung“ , welches auf Ihrer Webseite zu finden ist, verweisen Sie auf einen Ethik-Kodex. In diesem Kodex werden grundsätzliche Verhaltensregeln für Unternehmen beschrieben, wie beispielsweise der folgende Satz: Ebenso störend werden von der Bevölkerung in Österreich Darstellungen, die Menschen im Allgemeinen abwerten – aufgrund des Geschlechts, des Alters oder der Rasse – gesehen. (S.5-6) Auf Seite 16 befindet sich eine Schwarze Frau auf einem Schokoladedrink. Dies wird in dem Bericht völlig richtig als rassistisch deklariert. Wieso wird die Abbildung eines ‚Mohrs‘ auf einer Bierflasche nicht als rassistisch wahrgenommen? Es geht nicht darum, der Brauerei in irgendeiner Weise zu schaden oder ihre Geschichte zu verändern, sondern ein klares Statement gegen Rassismus zu setzen und sich für eine gerechte, menschenwürdige Zukunft auszusprechen und einzusetzen. Ein Logo, das keinen Menschen diskriminiert, sollte längst selbstverständlich sein.


European Advertising Standards Alliance

Logo Alliance

Medienpartner

Epamedia RMS ORF Enterprise Gewista
Megaboard Kleine Zeitung ATV VGN-Medien-Holding MEDIAPRINT
IP-Österreich
Servus TV