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Beschwerde - Bierwerbung

12.04.2017


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Meine Beschwerde bezieht sich auf ein Riesenplakat am Ortseingang meines Wohnortes. Ob es von der Tankstelle oder vom Gastbetrieb daneben ausgeht, ist mir nicht bekannt.Das Plakat steht im Bundesland Salzburg, an der Einfahrt nach Großgmain von Salzburg kommend auf der rechten Straßenseite kurze nach der einzigen Tankstelle in 5084 Großgmain.

Zur Winterzeit ist der Anblick noch erträglich, denn dann sind meist Krampusse dargestellt. Zum Großteil des Jahres allerdings prangt dort Bierwerbung mit eindeutig sexistischer Darstellung. Im letzten Jahr handelte es sich um "Hirter Bier", präsentiert von 3 oben-ohne-Schönheiten.

Dieses Jahr wirbt nun die Schönramer Brauerei zur Abwechslung mit der unteren Körperhälfte einer weiblichen Person, zugegebenermaßen von der Rückseite und immerhin notdürftig von einem Jeans-Höschen mit Mascherl umschlungen. Ob sich der Schriftzug "Tolle Kiste" auf den Bierbehälter oder aber auf die Weibsperson bezieht, bleibt dem Betrachter überlassen.

Ich fühle mich von diesem Plakat verletzt!
Mit der dringenden Bitte um Entfernung und ansonsten freundlichen Grüßen,



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Entscheidung:

Der Österreichische Werberat spricht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahmen „Tolle Kiste“ des Unternehmens Schönramer die Aufforderung zum sofortigen Stopp der Kampagne bzw. sofortigen Sujetwechsel aus.

Begründung:

Die Werberäte und Werberätinnen sprechen sich für die Aufforderung zum sofortigen Stopp der Kampagne bzw. sofortigen Sujetwechsel aus, da die abgebildete Frau ausschließlich als Blickfang eingesetzt wird und in keinem Zusammenhang mit dem beworbenen Produkt steht.
Insbesondere durch die Verbindung mit dem Schriftzug „Tolle Kiste“ wird die Frau auf eine reine Körperlichkeit reduziert, was eindeutig sexuell zu interpretieren ist und somit gegen die Richtlinien des Ethik-Kodex verstößt.

Die Werberäte und Werberätinnen sehen einen Verstoß gegen die nachfolgenden Punkte des Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft:

2.1 Geschlechterdiskriminierende Werbung

2.1.1. Geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) liegt insbesondere vor, wenn,
d) die Person in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt wird, insbesondere dürfen keine bildlichen Darstellungen von nackten weiblichen oder männlichen Körpern ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden.

a) Frauen oder Männer auf abwertende Weise dargestellt werden;
b) die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage gestellt wird;

und

1.1. Allgemeine Werbegrundsätze
5. Werbung darf nicht die Würde des Menschen verletzen, insbesondere durch eine entwürdigende Darstellung von Sexualität oder anderweitig diskriminierende Darstellungen.


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