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Wahre Helden fahren mit Erdgas

15.04.2016


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Werbespot auf orf.at spielt Vandalismus (Zerkratzen von Autolack mit Schlüssel) herunter und wird damit dieser immer im Steigen begriffenen Deliktsbegehung Vorschub leisten. Mangelnder Respekt vor fremdem Eigentum wird offenbar als fesch (wie die sich über das Auto alterierenden Damen) dargestellt. Auch äußert man sich verächtlich über eine Landeshauptstadt ("und wer will bitte nach Bregenz?"), und zwar ohne jeglichen Sachbezug.


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Entscheidung:

Der Österreichische Werberat spricht im Falle des beanstandeten Werbesujets des Fachverbandes Gas Wärme die Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen aus.

Begründung:
Eine Vielzahl an Werberäten und Werberätinnen ist der Auffassung, dass die beanstandete
Werbemaßnahme hinsichtlich des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft, konkret Artikel 1.1 Allgemeine Werbegrundsätze nicht sensibel genug gestaltet wurde.
Die vorliegende Werbemaßnahme arbeitet mit einer satirischen Darstellung von Sachbeschädigung aufgrund von Neid gegenüber dem Eigentum einer anderen Person. Wenngleich die werbliche Überzeichnung erkannt wurde, trägt Werbung soziale Verantwortung und sollte sensibler mit der Thematik des Vandalismus umgehen.
Die Werberäte und Werberätinnen empfehlen daher den sensibleren Umgang bei künftigen Werbemaßnahmen, im Speziellen entsprechend der nachfolgenden Kodex-Punkte:

1.1 Allgemeine Werbegrundsätze:
1. Werbung soll vom Grundsatz sozialer Verantwortung geprägt sein, insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen vor dem vollendeten 18. Lebensjahr.
4. Werbung darf nicht gegen die allgemein anerkannten guten Sitten verstoßen.
Hinweis: Eine nicht unerhebliche Anzahl der Werberäte und Werberätinnen haben bezüglich der beanstandeten Werbemaßnahme keinen Grund zum Einschreiten gesehen.


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